Mühlenberg 1, 27337 Blender
04233-9430667
kontakt@atelierclaudiawersing.de

Einstens….

Einstens….

Ich möchte euch mal zeigen, was mir neulich beim Aufräumen in die Hände fiel. Alte Fotos von Patchworkdecken, die ich früher genäht habe. Das war die Zeit, in der ich in der Bekleidungsindustrie Produktionen von DOB überwacht habe. Oft auch im Ausland, in Bulgarien, Tunesien. Marokko, Lithauen z.B. gehörten auch mit zu meinem Verantwortungsbereich.

Es war eine unglaublich spannende Arbeit, denn ich habe die Modelle, die von den Designern kamen, in meiner Abteilung produktionsreif gemacht, und dann deren Produktionen beaufsichtigt. Also vom Entwurf, über den genähten Prototypen, bis hin zum fertigen Kleidungsstück. Materialprüfung, welches Nähgarn/Einlage/Knöpfe für welchen Stoff, wie fasst man alle Einzelarbeitsschritte in einen guten Fluß, wie läuft die theoretische Vorüberlegung in der Praxis dann tatsächlich im Zuschnitt und im Nähband, bis hin zur Qualitätskontrolle und Auslieferung. Also den ganzen Prozeß vom ersten Pinselstrich bis hin zur Großproduktion. Vielleicht kommt daher meine Vorliebe für Gesamtprozeße…. : )

Auf jeden Fall habe ich immer schon gefunden, das diese Berge von Stoffresten, die beim Zuschnitt abfallen, zu schade sind zum Wegschmeißen. Ich meine, ihr müsst euch vorstellen, das man in der Bekleidungsindustrie ja nicht nur 1-2 Kleider zuschneidet, sondern hohe Lagen bildet, und 30-40 Kleider aufeinmal schneidet. Da fällt richtig was ab an Resten. Ich habe sie damals teilweise eingesammelt, in meiner Freizeit weiter geschnitten in kleine Patches und zusammengenäht zu Decken, die dann zwischen 1000 und 2000 Einzelteile hatten. Habe kleine private Refa Studien betrieben ; ) , wie gliedert man eine Decke, damit man möglichst wenig Nähschritte hat usw.

Doch, meine Güte, wann habe ich damals die Zeit dazu gehabt? Wo kamen diese unzähligen Stunden her, die man für solche Decken benötigt? Unglaublich im Rückblick. Hier mal ein paar eingescannte Fotos

 

 

Eine Antwort

  1. Katrin sagt:

    Wow, was für eine Arbeit so eine Decke machen muss. Mir gefällt vor allem die mit dem „roten Punkt“.
    Ich kann auch nichts wegwerfen und hebe Wollreste und Sachen aus schönen Stoffen auf, um sie auch einmal anders zusammenzusetzen aber meistens für etwas zum Anziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.