Unser diesjähriger Adventskalenderschal steht unter dem Motto Einstrickmuster und jeden Tag öffnet sich ein weiterer Teil der Strickschrift. Ab und zu gibt es im Kalender weitere kostenlose Anleitungen zu diesem Thema.

Einstrickmuster sind ja ein weites Feld, es gibt sie in klein, wie im Titelbild aus Shilasdair Luxury 4ply ( hier zur Wolle )  die sich hervorragend für Einstrickmuster eignet, oder als kleineres oder größeres Motiv. Wir haben den Adventskalender Mystery Schal aus Acadia von The Fibre Company gestrickt, und zwar nicht in der typischen Fair Isle Technik, obwohl das natürlich geht. Von einer Kundin hörten wir, das sie den Schal rundstrickt, also sich die Maschen für die Rückseite zusätzlich angeschlagen hat, und dann in der Runde strickt, weil das einfacher ist, als mit linken und rechten Maschen. Einige Kundinnen stricken den Mystery Schal auch in Doubleface Technik, dann hat man zwei schöne Seiten.

Ein paar Tips zum Stricken des Mystery Schals stehen am Ende der Strickanleitung von Türchen 1 oder hier:

  1. Wer noch nie zweifarbig gestrickt hat, braucht evt ein bischen Übung, um sich an die Farbwechsel zu gewöhnen. Grundsätzlich kann man sagen, das der Spannfaden, der hinter der Arbeit lang läuft, relativ locker gelassen werden muss, damit sich das Gestrick später nicht zusammenzieht. Lieber etwas lockerer lassen, als zu fest, das verbügelt sich später. Dazu entweder von rechts die gestrickten Maschen immer ausstreichen, damit sich von links der Spannfaden längt, oder den Spannfaden direkt hinten länger ziehen.
  2. Wer mit Originalwolle , also Acadia von The Fibre Company strickt, hat evt anfangs das Gefühl, das das Gestrickt sehr unregelmäßig wird. Das liegt an dem rel stark gedrehten Faden. Das Unregelmäßige geht aber nach Dämpfen der fertigen Schals weg. Es kann natürlich auch gespannt werden.
  3. Es gibt unterschiedliche Methoden, die beiden Fäden zu halten. Wir lassen beide Fäden über den Zeigefinger der linken Hand laufen, und nehmen mit der rechten Nadel mal den einen, mal den anderen. Dann ist zwar die Spannung der beiden Fäden nicht immer gleich fest, aber da man ohnehin hinter der Arbeit immer mal Spannfäden länger ziehen muss, ist das nicht schlimm
  4. Farbwechsel bei den kleinen Einstrickmotiven: wir haben die Fäden nicht über die ganze Reihen mitlaufen lassen, sondern immer nur über das jeweilige Muster. Vorteil : es spart enorm Wolle und das Gestrick wird nicht so dick. Nachteil : es können kleine Löcher am Beginn und am Ende des Motives entstehen, die aber nach dem Vernähen verschwinden. Zusätzlich wird der Schal mit Stoff abgefüttert und die Löchlein verschwinden nach dem Dämpfen komplett.
  5. Das Verkreuzen der Fäden: normalerweise sollte man beim zweifarbigen Stricken die Spannfäden auf der Rückseite alle 3-4 Maschen mit dem gestrickten Faden verkreuzen, damit sie nicht so lang sind und man später nicht hängen bleibt. Da der Schal aber abgefüttert wird und so die Spannfäden ohnehin gesichert sind, ist das in diesem Fall nicht nötig.
  6. Fadenwechsel: den neuen Faden immer von unten nach oben um den Faden, der gerade nicht benötigt wird, herumführen und dann stricken

Ein Tutorial, wie der Schal zum Schluß abgefüttert wird, werden wir gegen Ende des Adventskalenders im Blog zeigen.

 

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