Gestrickte Streifen sieht man zur Zeit überall. Ob in Strickzeitschriften oder Haute Couture, Gestreiftes ist allgegenwärtig, manchmal in Form von Materialmix, Glattes verstrickt mit Flauschigem, Streifen in unterschiedlichen Breiten  und mit scheinbar wahllos zusammengewürfelten Farben. Sieht immer aus, als würde man einen Berg Wollreste auf den Tisch schmeißen, und einfach wild drauflos stricken. Doch ist es wirklich so einfach, eine Restemütze oder -pulli hinzubekommen, so das das Ergebniss auch cool aussieht, und nicht wie aus der Restetonne?

Ich finde nicht. Gerade die Streifenmodelle, die so einfach aussehen, so zufällig und unangestrengt, erfordern genauso viel Vorüberlegungen, vielleicht sogar mehr, wie die Unifarbenen. Die richtige Kombination von Material, Farbe und Breite der Streifen macht es, und will gut überlegt sein. Welche Farben aufeinander folgen und ob man mit Texturen, Materialien oder Strickmustern abwechselt. Das muss im Vorfeld bedacht werden, und nicht erst während des Strickens.

Ich zeichne mir das vorher auf, mit meinem Schnittprogramm, kann man aber auch per Hand und Buntstiften machen. Wenn man die Streifenfolge hat, braucht man beim Stricken nicht mehr überlegen, sondern kann einfach abstricken.

Streifenfolge der Weste Deidre

Die folgenden beiden Strickmodelle ( Deidre und Raglan Pulli ) sind zwar nicht als Resteprojekte entstanden, können aber als Vorlage für Streifenfolgen bei Wollresten dienen:

Einen echten Restepulli hat meine Freundin Annelie gestrickt. Stets resistent gegenüber meinen Hinweisen, eine gute Vorbereitung wäre von Vorteil : ), legte sie ohne Planung einfach los, musste aber beim Stricken immer wieder anhalten und überlegen. Eine andere Herangehensweise, doch das Ergebniss kann sich sehen lassen. Gestrickt als Raglan von Oben aus Resten von Debbie Bliss Angel, Faden doppelt:

Eine Mütze, gestrickt aus Resten ist die folgende. Ich habe Wollreste aus schwarz, grau, weiß und einer bunten Farbe kombiniert und glatt rechts mit glatt links abgewechselt, siehe hier:

Die Anleitung dazu gibt es kostenlos zum Download hier (klick)

und wem noch Wolle fehlt, um Reste für eine Mütze aufzustocken: die Herriot Great von Juniper Moon Farm eignet sich super dazu (klick hier).

Was sind eure Erfahrungen mit dem Verarbeiten von Wollresten?

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