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RVO aus Bud – Schritt 3

RVO aus Bud – Schritt 3

Schritt 3 – Maschenanschlag

Ich fasse mich hier rel kurz, damit deutlich wird, wie einfach und gelingsicher das Raglan-Von-Oben stricken ist.

Planung

  1. Wie groß soll der Halsausschnitt werden? Ich möchte einen weiten Ausschnitt. Es ist ein Sommerpullover, enge Halsausschnitte sehen immer etwas uncool aus, und lieber trage ich ein Top drunter, als das der Ausschnitt so gequetscht aussieht. Ausserdem ist das enger machen, für den Fall das der Ausschnitt doch zu eng ausgefallen ist, immer leichter, als das spätere Weiten.
  2. Faustregel: Alles zwischen 50 und 60 cm Halsausschnittweite sieht gut aus. Soll bei einem Winterpulli ein Rollkragen dran, bleibt man im 50ziger Bereich. Soll bei einem Sommerpulli der Ausschnitt halsfern sein, geht man in die 60ziger.
  3. Ich wähle 60 cm. Das sind umgerechnet mit meiner Maschenprtobe von 11 M auf 10cm 66 M.
  4. Raglanberechnung: der besseren Verteilung wegen nehme ich nur 64 M. Es kommt wirklich nicht auf ein paar M mehr oder weniger drauf an. Ich nehme die gute alte 1/3-2/3 Regel. Bedeutet 1/3 der Maschen für die Ärmel, 2/3 der Maschen für Vorder- und Rückenteil. Heisst ganz konkret 64 M anschlagen, 1.R rechte Maschen stricken, dann zur Runde schließen. Dann in folgender Mascheneinteilung weiter stricken: 10 M je Ärmel, 20 Maschen für Vorder- und Rückenteil, 4 Maschen für die Raglannähte (= 4 Raglannähte insgesamt heisst 1 M je Naht).
  5. Wie soll die Halsausschnittkante aussehen? Bei einem weiten Ausschnitt kann man direkt in Runden starten. Je enger der Ausschnitt, desto wichtiger wird eine Vertiefung im Vorderteil. Doch bei meinem Sommerpulli ist das nicht nötig. Jetzt noch die Überlegung des Abschlusses. Ein Rippenbündchen geht immer, doch ich will diesmal wirklich superschlicht bleiben, also mache ich kein Bündchen sondern starte direkt mit glatt rechts.
  6. Zunahmen. Die Raglanmaschen markiere ich mir mit Fäden (im Bild rosa). Dann wird in jeder zweiten Runde die Masche vor der Raglanmasche und die Masche nach der Raglanmasche verdoppelt. Also in jeder zweiten Runde plus 8 Maschen.
  7. In diesem Schema weiter zunehmen bis der Rumpf weit genug ist, Streifenfolge nicht vergessen.

 

3 Antworten

  1. Liebe Claudia, ich habe noch nie ein Teil mit Raglan von oben gestrickt. ( Und ehrlich gesagt auch nur einmal einen Raglan für einen kleinen Kinderpulli nach Anleitung.) So hoffe ich nicht, daß meine Frage jetzt zu „dumm“ ist. Nehme ich immer jede 2. Runde für die Raglanschrägung zu, egal wie dick oder dünn das Garn ist?

    Du merkst, mich reizt es sehr, einen RVO-Pulli zu versuchen…..
    Einen schönen Tag, nette Grüße Joanna-Malin

    • Claudia Wersing Claudia Wersing sagt:

      Dumme Fragen gibt es nicht : ))) und ja, egal welches Garn, das Prinzip bleibt immer gleich. Alle 2 Runden zunehmen. Daher ist es ja so schön simpel und gelingsicher. Das einzige ist, das die Ärmel ggf zu weit werden können für den heutigen Geschmack, aber das kann man durch Verteilung der Maschen später regulieren, das erkläre ich noch, Liebe grüße Claudia

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