Yakwolle,

allein schon das Wort hat mich neugierig gemacht, als ich sie zum ersten Mal im Atelier in den Händen hielt. Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich in den Banderolen der Yakwolle von Fonty einen Hinweis auf ihre Herkunft und wollte mehr darüber erfahren.

Yak Kooperative
Fonty unterstützt zusammen mit der Organisation AVSF (Tierärzte und Agrarwissenschaftler ohne Grenzen) eine Kooperation von Yakzüchtern im Khangain Gebirge in der Mongolei. Dort leben Mensch und Tier in großen Höhen und sind im Winter Temperaturen von bis zu -40° Grad ausgesetzt. Im Khangai Gebirge werden Yaks schon seit vielen Jahren als Haustiere gehalten. In erste Linie wegen des Fleisches, der Milch und zur Nutzung als Lasttiere. Die Wolle kam fast durch Zufall mit ins Spiel.

Hier ein eindrucksvolles Video über die Kooperative der Yakhirten


Das Fell der Yaks besteht aus zwei Schichten. Die obere Haarschicht ist sehr grob und wird zur Fertigung von Zelten und Seilen genutzt. Der darunter liegende weiche Flaum wird für die Wollherstellung genutzt. Im Frühjahr wenn die Kälber zur Welt kommen, werden die Yaks gekämmt, damit nichts von der kostbaren weichen Unterwolle verloren geht.
Ein Yak ist, was die Menge an Wolle angeht nicht sehr ergiebig – ein Schaf gibt 10 mal mehr Wolle pro Jahr als einYak. Aus diesem Grund war die Wollproduktion zunächst auch gar nicht von so hohem Interesse – bis man dann feststellte welche wunderbaren und einzigartigen Eigenschaften Yakwolle hat.

Yakwolle ist sehr voluminös und sehr dicht und verfügt dadurch über extrem hohe Wärmerückhalteeigenschaften. Yakwolle kann bis zu gut 33% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich nass anzufühlen. Und trotz der hohen Saugfähigkeit gelangt Wasser von außen in Tropfenform nur sehr schwer in die Faser. Wasserdampf wird vom Yakhaar aufgenommen und wieder abgegeben, d.h. Feuchtigkeit wird durchgeleitet, Regen und Schmutz werden abgestoßen und Yakwolle ist sehr angenehm auf der Haut.

Yakwolle ist eine echte Alternative zu Kaschmir und zur Zeit noch ein echter Geheimtipp. Wunderbar zu verstricken sind reine Yakwolle, Yakwolle mit Wolle oder Alpaka gemischt.

Hier kannst du die Wolle kaufen ( klick )

 

2 Kommentare

  1. Hallo Claudia, ich bin durch Rosy Green Wool auf deine Website & deinen Blog aufmerksam geworden. Sehr schön, werde mich hier sicher demnächst öfter mal umschauen. :-) Schade nur, dass dein Atelier so weit weg von München ist.
    Gerade habe ich auch das erste Mal Yakwolle auf der Nadel. In der Mischung mit einem kleinen Seidenanteil. – Kann dir nur zustimmen: Fasst sich wunderbar an, lässt sich angenehm verarbeiten – bin schon gespannt auf das Endergebnis.
    Viele Grüße aus dem Süden, Nadine

  2. Hallo Nadine, schön, das du hergefunden hast : )
    Ja, München ist weit….aber vielleicht bist du mal auf der Durchreise auf dem Weg in den Norden und machst einen Zwischenstopp …. Zur Yakwolle: wir hatten gestern erst das Thema, als eine Kundin im Atelier ein Strickteil zeigte, welches stark pillte. Manche Fasern pillen halt mehr als andere und zum Yak kann man sagen, das es so gut wie garnicht pillt. Übrigends die Cheeky Merino von Rosy Green pillt auch nicht, oder wie sind deine Erfahrungen damit? Hast du Rosy Green schonmal verstrickt?
    LG

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